Installation
OmniDB bietet 2 Arten von Paketen, um jeden Anwendungsfall abzudecken:
- OmniDB Application (Anwendung): Startet im Hintergrund einen Webserver auf einem zufälligen Port und stellt ein vereinfachtes Browserfenster für die OmniDB-Oberfläche bereit, ganz ohne zusätzliche Einrichtung. Fühlt sich einfach wie eine Desktop-Anwendung an.
- OmniDB Server: Startet einen Webserver auf einem zufälligen oder vom Benutzer angegebenen Port. Der Benutzer muss sich darüber per Webbrowser verbinden. Bietet Benutzerverwaltung und eignet sich ideal zum Hosten auf einem Server im Netzwerk der Benutzer.
Sowohl die Anwendung als auch der Server können auf derselben Maschine installiert werden.
OmniDB Application
Wichtig: Das ursprüngliche Repository https://github.com/OmniDB/OmniDB/releases enthält nur alte Versionen (bis ca. 2020) und wird nicht mehr gepflegt — was sich seitdem geändert hat, erfahren Sie unter Legacy-Funktionen & Historie.
Für aktuelle Versionen nutzen Sie die Releases-Seite des wiederbelebten Projekts. Seit der Umstellung auf Go ist jedes Release ein einziges, in sich geschlossenes Archiv pro Plattform — kein Installer, keine separat zu installierende Laufzeitumgebung:
- macOS (Apple Silicon oder Intel):
OmniDB-<version>-macOS-osx-arm64.zip/OmniDB-<version>-macOS-osx-x64.zip - Linux x64:
OmniDB-<version>-linux-x64.tar.gz - Windows x64:
OmniDB-<version>-win-x64.zip
Entpacken Sie das Archiv für Ihre Plattform und führen Sie die darin enthaltene OmniDB-App bzw. Binärdatei aus — das ist die gesamte Installation. Die Linux- und Windows-Builds werden bei jedem Release von der CI erzeugt, wurden aber noch nicht auf echter Hardware verifiziert, im Gegensatz zum macOS-Build; falls Sie auf ein plattformspezifisches Problem stoßen, eröffnen Sie bitte ein Issue.
Installation über Homebrew (nur macOS – empfohlen)
Für macOS-Benutzer, die einen Paketmanager bevorzugen, ist OmniDB über einen eigenen Homebrew-Tap verfügbar:
# Die neueste Version installieren:
brew install --cask heptau/tap/omnidb
# Später aktualisieren:
brew upgrade heptau/tap/omnidb
Homebrew lädt automatisch das passende ZIP für Ihre Architektur (Apple Silicon oder Intel) herunter, entpackt es und legt OmniDB.app in Ihrem Programme-Ordner ab.
Die Cask-Definition wird hier gepflegt: heptau/homebrew-tap – omnidb.rb
Direkter Download (alle Plattformen)
Öffnen Sie das neueste Release und laden Sie im Abschnitt „Assets“ das zu Ihrem Betriebssystem/Ihrer Architektur passende Archiv aus der obigen Liste herunter. Die Dateinamen der Release-Assets enthalten die Versionsnummer, daher gibt es keine feste „immer aktuelle“ URL, die Sie direkt verlinken könnten — gehen Sie stets über die Releases-Seite selbst.
Entpacken Sie das Archiv für Ihre Plattform und starten Sie die App auf dem üblichen Weg: unter
macOS ziehen Sie OmniDB.app in den Ordner Programme und öffnen sie über
Launchpad/Spotlight oder open -a OmniDB; unter Linux führen Sie die Binärdatei
OmniDB direkt aus; unter Windows führen Sie OmniDB.exe aus.
OmniDB Server
Dasselbe Release-Archiv enthält auch omnidb-server — eine
separate, kopflose Binärdatei neben der Desktop-App (die Desktop-App startet
intern tatsächlich dieselbe Binärdatei als Kindprozess und erzwingt so den
App-Modus). Führen Sie sie direkt aus, um den per Browser erreichbaren
Server-Modus zu erhalten, ganz ohne Desktop-Shell:
user@machine:~$ ./omnidb-server
omnidb-server: listening on 127.0.0.1:52149 — open http://127.0.0.1:52149/omnidb_login/ in your browser
Standardmäßig lauscht OmniDB nur auf 127.0.0.1 und wählt automatisch einen
freien Port. Sie können beides explizit angeben:
user@machine:~$ ./omnidb-server -p 8080 -H 0.0.0.0
omnidb-server: listening on 0.0.0.0:8080 — open http://0.0.0.0:8080/omnidb_login/ in your browser
Den vollständigen Satz an Optionen sowie empfohlene Deployment-Setups finden Sie unter
omnidb-server bereitstellen (insbesondere,
warum es nicht empfohlen wird, -H 0.0.0.0 ohne vorgeschalteten Reverse-Proxy
direkt dem Internet auszusetzen — es gibt keine eingebaute TLS-Unterstützung).
OmniDB mit Oracle
Weder die OmniDB-App noch der Server benötigen zusätzliche Software, um sich mit Oracle zu verbinden — anders als bei früheren Releases ist keine separate Installation des Oracle Instant Client erforderlich. Die Oracle-Konnektivität ist nativ implementiert (ein reiner Go-Treiber), sodass sie von Haus aus genauso funktioniert wie bei jeder anderen unterstützten Datenbank.
OmniDB-Benutzerdatenbank
Beim ersten Start legen sowohl Server als auch App im Home-Verzeichnis des Benutzers
die Datei ~/.omnidb/omnidb-app/omnidb.db (für die OmniDB-App) bzw.
~/.omnidb/omnidb-server/omnidb.db (für den OmniDB-Server) an, sofern sie noch
nicht existiert — zusammen mit einem Standard-Superuser-Konto admin/admin,
mit dem Sie sich sofort anmelden können. Diese Datei wird auch als
Benutzerdatenbank bezeichnet und enthält alle Benutzer, Verbindungen und
sonstigen Anwendungsdaten. Existiert sie bereits (z. B. nach einem Upgrade), verwendet
OmniDB sie unverändert weiter — sie wird nie automatisch überschrieben oder zurückgesetzt.
OmniDB im Browser
Jetzt, da der Webserver läuft, können Sie die browserbasierte OmniDB-App in Ihrem
bevorzugten Browser aufrufen. Geben Sie in die Adressleiste localhost:8000 ein
und drücken Sie Enter. Wenn alles gut gegangen ist, sehen Sie eine Seite wie diese:

Jetzt wissen Sie, dass OmniDB korrekt läuft. In den nächsten Kapiteln sehen wir, wie man sich zum ersten Mal anmeldet, wie man einen Benutzer erstellt und wie man OmniDB nutzt.